Bericht von der Reise im April 2014
Rumänien Freundesbrief 2014.pdf
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Bericht von der Fahrt im Oktober 2013

Im Sommer 2013 fand mit großem Erfolg zum 1. Mal in der Stadt Keresztúr ein Kinder- und Jugendzirkus statt. Das besondere daran war, dass insgesamt 25 Kinder aus den Wohngruppen vom Kinderschutzamt zusammen mit Kindern aus den Familienhäusern und der Stadt zusammen 1 Woche trainiert haben und dann ihr Können in einer tollen Show einem großem Publikum präsentiert haben. Um die Zukunft von Cirkusz Szaltó zu organisieren wurde kurzfristig eine Reise vom 05.-8.10.13 von drei Artisten vom Zirkus Salto: Tobias Beyer (Leiter), Anja Schirmacher (Akrobatik, Seiltanz, Kugel) und Christian Ehlers (Clown, Jonglage) und von Johannes Leonhardt angetreten. Vorher war mit allen Beteiligten besprochen worden, dass der Zirkus in Zukunft in der Schule in Simenfalva (hier steht ja unser 5. Familienhaus) stattfinden soll. Peter Csaki ist der Leiter dieser Grundschule (1.-8. Klasse) und von sieben anderen Orten ist. Er war von den Bildern und den Erzählungen über das Zirkus-Projekt sofort begeistert und hat angeboten, den Zirkus in seiner Schule stattfinden zu lassen.

Am Samstag kamen wir mit 4 Stunden Verspätung an (der Flieger kam nicht..) daher hatten wir weniger Zeit als gedacht. Istvan hat uns abgeholt und wir haben in Flughafen Nähe zusammen gegessen. Nach dem kurzen Einchecken in der Pension haben wir Tünde in Keresztur getroffen, die uns für die beiden Tage als Übersetzerin zur Verfügung stand. Während Tünde und ich die nächsten 2 Tage besprachen, waren die Artisten bei Lidl einkaufen und kamen freudig zurück: die Mutter von Martin (er war der Moderator bei der Zirkus Show) hatte sie auf dem Parkplatz erkannt und gleich im Auto mitgenommen. Sie bestand auf einem gemeinsamen Abendessen. Gerne haben wir die Einladung angenommen. Martin und Istvan sind Brüder und haben beide mit großer Freude beim Cirkus Projekt mitgemacht. Ihr Vater besitzt mehrere Geschäfte in und um Keresztur – die Geschäfte scheinen gut zu laufen: das große Haus in der Nähe vom ehemaligen Waisenhaus überraschte uns sehr (Fußbodenheizung, schöne Möbel, großer Fernseher…). Wir haben Fotos gezeigt, aktuelle vom Zirkus und ältere von den Familienhäusern. Der Abend wurde sehr nett und ich hoffe, dass die Eltern der Jungs das Projekt unterstützen werden.

Am Sonntag waren wir im Familienhaus in Rugonfalva. Es war den Kindern die große Freude anzusehen, dass die Artisten wieder da sind! Es wurde gleich losjongliert, Becher gestapelt und Einrad gefahren. Wir haben auch Tischtennis und Fußball gespielt.

Mittags trafen wir uns in Simenfalva in der Schule. Vorher gab es Mittagessen im Familienhaus. Die Stimmung war gut, die Eltern machen einen frischen und motivierten Eindruck. Leider hatten wir wenig Zeit für die Kinder, die uns stolz ihre Zimmer zeigten. Ein paar Wünsche gab es: eine Tischtennisplatte für den Keller und ein Gerät, das ein Überhitzen des Kessels bei Stromausfall verhindert (ca. 100€) sind wichtig und soll Laszlo aus Vereinsmitteln bezahlen. Die Mutter fragte nach einem Fahrrad mit 3 Rädern für sie selbst, da sie Gleichgewichtsprobleme habe. Nach einem Back-Ofen für den Garten habe ich gefragt: ja darüber würden sich alle freuen, Grillen, Brot- Pizzabacken wären dann möglich! Die Material Kosten werden noch erfragt und in Rugonfalva gebe es jemanden, der beim Bau helfen würde (Ehemann der ehemaligen Köchin – hat auch den Ofen in Rugonfalva gebaut).

In der Schule trafen wir dann den Schulleiter Peter. Zunächst wurde ihm von uns die Philosophie der Zirkus-Pädagogik nähergebracht. Peter stellte viele gute Fragen und uns wurde rasch klar, wir haben den richtigen Partner gefunden! Er sprach von vielen Problemfamilien in den Dörfern, eine direkte finanzielle oder materielle Hilfe scheint ihm aber nicht sinnvoll, da die Kinder meist keinen Vorteil davon hätten. Alles werde in Palinka und Zigaretten umgesetzt. Ja, Peter ist sehr direkt aber auch realistisch. Obwohl es über 500 Kinder in der Schule sind, weiß er gut über Einzelschicksale bescheid.

Die Requisiten waren vollständig und in gutem Zustand. Die Turnhalle ist sehr gut geeignet, ein paar richtige Matten wären schön. An der Decke muss eine Metallstange mit Haken montiert werden, diese Kosten kann der rumänische Verein aus Gelder vom Sommer bezahlen.

Ein großer neuer Schulanbau wurde mit EU Mitteln finanziert, ein Computer Raum wird gerade eingerichtet mit Internet und vielen neuen Rechnern und Monitoren. Wir waren sehr beeindruckt. Peter hatte ca. 4 Mio. Euro eingeworben für seine 8 Schulen! Es gibt einen neuen Fußball-Hartplatz, der im Sommer auch für Training oder Auftritte vom Zirkus geeignet wäre. Und das alles inmitten der ländlichen Idylle…direkt daneben steht ein neu renoviertes Kulturhaus, ideal für Auftritte! Wir sind sehr froh wieder aus Simenfalva abgefahren. Auch Peter kam dann noch kurz im Familienhaus vorbei, das hat zu Verwunderung und stolzer Freude bei den Schulkindern und Pflegeeltern geführt.

Abends gab es ein gemeinsames Abendessen im Restaurant mit Joco, seiner Frau Tünde und Attila ihrem 10 jährigen Sohn. Auch Tünde und Peter waren dabei. Es gab eine Ansprache von Joco: danke für das schöne Projekt, leider konnte er nicht dabei sein. Eine Einladung von Pali nach Dt. sei im Februar möglich, es muss eine schriftliche Einladung erfolgen mit genauem Programm und Ziel der Reise. Mind. 60 Tage vorher muss diese Einladung ihm vorliegen, dann kann sie an die Schule (Gymnasium Keresztur) weitergeleitet werden. Auch muss ein Mitarbeiter des Kinderschutzes ihn begleiten. Später wurde überlegt, ob nicht doch die Sportlehrerin die Begleitung sein darf.

Am nächsten Morgen wollte Joco mit seinem Chef und dem Hausvater Ban aus Ujsekely zum Angel Urlaub losfahren. Der Abend in der Pension wurde noch lang, es waren sehr gute Gespräche mit Tobias, der lange in deutschen Heimen gearbeitet hat und die Situation gut einschätzen und vergleichen kann. Er hat viele Fragen zu unserem Verein gestellt und ist nicht nur für den Zirkus ein wertvoller Partner für uns!

Am Montag habe ich mich mit Laszlo und Tünde getroffen, um ihn auf den neuesten Stand zu bringen. Wir waren dann bei Judit, die Imola zu Besuch hatte, die früher in Bögöz gewohnt hat und Tiermedizin in Cluj studiert. Leider hat sie das 2. Jahr nicht geschafft und muss einige Kurse wiederholen. Daher fehlen ihr nun die beiden Stipendien, die sie bisher hatte. Der Kinderschutz zahlt zwar die Studiengebühren und die Wohnung aber es bleibt nur wenig Geld für Essen und Kleidung übrig. Auch die Bücher etc. müssen selbst gekauft werden. Eine Freifahrt mit dem Zug pro Monat Cluj - Keresztur bekommt sie. Die knapp 200€ von den Stipendien fehlen ihr nun und sie hatte wohl Judit um Hilfe gebeten. Wir haben lange zusammengesessen und Judit hat sich sehr für Imola eingesetzt. Auch Laszlo hat für seine Verhältnisse richtig Emotionen gezeigt und Imola als das Vorzeigekind aus unseren Häusern beschrieben und eine Unterstützung dringend empfohlen.

Ich habe dann folgendes vorgeschlagen: da sie nicht alle Fächer wiederholen muss, hat sie etwas Zeit und wird sich um einen Studentenjob kümmern. 100€ pro Monat sollten wir ihr für die nächsten 10 Monate geben, wenn sie selbst für den Rest aufkommt. Alle waren sehr glücklich über diese Regelung.

Wir sind dann mit den Artisten mittags nach Ujsekely gefahren. Wir haben den Garten angesehen und mit Ban Hajnalko (Roberts Frau) gesprochen. Wir haben erfahren, dass Nelli nach dem Zirkus Projekt in das Nachbarhaus gezogen (zu Pali), weil sie drüben von einem Jungen geärgert wurde. Als sie nach der Schule hereinkam war sie völlig überrascht und glücklich, uns zu sehen. Es wusste wohl niemand in den Häusern von unserem Kommen. Sofort hat sie für den Nachmittag zugesagt zu kommen. Laszlo ist dann dageblieben und wir mit dem Mercedes über Keresztur nach Simenfalva gefahren. Das Training konnte um 16.00 Uhr starten. Es waren 12 Kinder (2 aus der Stadt: Martin und Istvan, 3 Geschwister aus den Wohngruppen und 7 Kinder aus den Familienhäusern (Rugonfalva und Ujsekely dabei). Kinga, Judit, Peter, Timea die Sportlehrerin. Laszlo und Istvan waren mit uns dabei. Es wurden alle Geräte (außer Tuch und Trapez) aufgebaut und erklärt und dann fleißig ein offenes Training durchgeführt. Allen Kindern aber auch den Erwachsenen war die Freude deutlich anzusehen! Peter hat sich auch auf Einrad, Leiter und Rola Bola (Rollbrett) getraut und versucht zu jonglieren. Timea hat es gut verstanden, den Kindern wenn nötig Hilfestellung zu geben. Sie ist bestens für das Projekt geeignet, spricht leider nur Ungarisch und Rumänisch hat aber vieles übersetzt bekommen.

Später wurde dann mit Peter besprochen, dass es eine schriftliche Vereinbarung geben soll zwischen ihm und dem deutschen Verein. Laszlo hat zugesichert, sich um den wöchentlichen Transport der Kinder zu kümmern. Es soll Montag und Dienstag je ein 2 stündiges Training geben mit zwue unterschiedlichen Gruppen, damit auch Kinder aus Simenfalva (Laura, Maria und Lajos!) die Möglichkeit bekommen zu trainieren. Es wurden 100€ pro Monat für das Personal (2 Lehrer) und den Raum vereinbart. Abends waren wir mit Laszlo Essen und haben dann noch länger in der Pension den Tag ausklingen lassen…die Rückfahrt war problemlos. Fazit: es hat sich sehr gelohnt und ich hoffe, das Projekt geht erfolgreich weiter.

Im Flugzeug hat Tobias seine Sitznachbarin angesprochen: sie stammt aus Tirgu Mures, wohnt und studiert in Kiel und nimmt sich im Februar gerne frei, um zu übersetzen, wenn die beiden Artisten aus unserem Familienhaus und eine Betreuerin nach Hannover kommen. Auch die Bautzener wollen zwei Tage dazu kommen.

 

Oktober 2013, Johannes Leonhardt

 

Wieder mal in Rumänien…

Bericht von Richard Zikeli März 2013


Nach längerer Zeit (1,5 Jahre!) wollte ich für einen kurzen Urlaub zurück nach Rumänien. Ich wollte meine Zeit sinnvoll nutzen. Deshalb habe ich eine Erlaubnis von der R.I.G.e.V. Bautzen eingeholt, um beim Verein Kerekudvar/Fehérlófia[1] mit Kindern als Freiwilliger zu arbeiten.

Die Fahrt mit dem Bus war lang, habe sie jedoch gut überstanden. Ich habe mich schon lange auf ein  Treffen mit den Kindern und meinen Bekannten gefreut. Wir haben uns am Montag, Mittwoch und Freitag mit Kindern beim Kerekudvar getroffen. Sie waren sehr froh, dass wir uns wieder sehen konnten. Die Kinder sind größer geworden und haben sich gut entwickelt. Die Zahl der Kinder, die an den Programmen teilnehmen, ist sichtlich gesunken!

 

Ich habe mich in der Stadt Keresztúr mit Lukas[2] getroffen. Der wird ab September in Schäßburg weiter lernen. Er fand das neue Umfeld sehr cool, weil er neue Menschen kennenlernen kann.

Ich habe mich am Montag mit László Sebestyén  getroffen, um das geschickte Patengeld von RAGH. Zu übergeben. Das Geld konnte leider nicht abgehoben werden, weil ich sogenanntes Bargeld Limit habe. Das war mir nicht bewusst! L Aber das Geld wurde ganz schnell zurück überwiesen. Hoffentlich ist schon angekommen und davon die Kinder etwas schönes leisten könnten.

Ich habe einen Tag in Zentrum der Stadt Keresztúr meine leibliche Mutter getroffen. War schon ein komisches Gefühl dabei, weil ich sie mehr als 4 Jahre nicht gesehen habe, denn ich habe die Beziehung zu ihr abgebrochen (aber ist das eine andere Geschichte!). Sie brachte ihre Sorgen gegen mich vor. Fragte sie mich: „was ist los, was machst du gerade?“ Habe ich ihr erzählt, dass ich in Deutschland tätig bin und es mir sehr gut geht. Sie fügte hinzu: sei nicht dumm nach Rumänien zu kommen, weil zwischen den beiden Länder sehr großer Unterschied besteht.

Am Samstag traf ich László wieder. Er brachte mich nach Udvarhely[3], wovon ich einen Bus nach Deutschland hatte. Wir fuhren absichtlich durch Rugonfalva und Simenfalva, damit ich die Familienhäuser besuchen konnte.

Ich habe schon auf der Straße das Auto von Levente (Erzieher) gesehen und wodurch natürlich wusste, dass er Dienst hat. Ich habe sehr gehofft, dass ich Gisella[4]  treffen werde, aber war sie leider nicht präsent, weil sie zur Hochzeit eingeladen wurde. Im Hof herrschte tiefe Still und Ordnung. Als László mit Levente und István sprach, habe ich mit den Kindern geredet und das Haus besichtigt. Der Erzieher hatte sich sehr gewundert, dass ich mich an die Namen der Kinder erinnern konnte.

 

Bild 1: Picur (links) und Zoltán (rechts) wohnen im Familienhaus in Rugonfalva

 

Die beiden haben stolz ihre Zimmer gezeigt. Ich fand schön, dass überall Ordnung und sauber war. Ich hätte nie geglaubt, dass diese Kinder so brav sein werden, denn ich kenne sie noch von früher…Tja, sieht man dass sie gute Erziehung haben und, dass sie nicht umsonst deutsche Unterstützung kriegen!

Gábor (siehe. Bild 2) nutzte das schöne Wetter aus und bastelte ein Futterhaus.


 

Bild 2: Übung macht den Meister.


Wenn ich mich zurückerinnere, wie das Haus damals aussah, muss ich leider sagen heute ist sehr amortisiert. Die erste auffällige Ding, was ich beobachtet habe, dass in zwei Schlafzimmer die Wand verschimmelt ist.

Ich habe sofort László darüber berichtet. Er wusste schon Bescheid und sagte: nicht das Geld ist Problem, sondern das Methode wie wegmachen könnte. Vielleicht hat jemandem in Deutschland eine Lösung/Idee dafür“.[5]

Die zweite ist, in Badezimmer keine Duschvorhang zur Verfügung stand.
Die Zeit war knapp, deshalb mussten wir weiter zu fahren. Dann kamen wir beim Familienhaus in Siménfalva an. Hier hatten wir ein sehr freundliches WELCOME gehabt.
Ich war sehr überrascht wie die Elternpaar (Anna&Domokos) nett und offen zu uns und zu den Kindern waren.

 

Ich habe mit Anna (Erzieherin in Siménfalva) geredet und habe ihr verraten, dass ich Johannes persönlich kennengelernt habe. Die ältere „Tochter“ hat bei Kuchenbacken geholfen. Davon haben wir auch gegessen und es hat sehr GUT geschmeckt. Dann haben sie auch ihre Zimmer gezeigt, welche mit sehr gut gefallen haben, am meistens den Wandmalerei. Bei dieser Familie habe ich bemerkt, dass die Elternpaare große Bedeutung (Betonung) auf Bildung legen!

 

Bild 3: Die zusammensammelten Roten Punkte der Kinder in Siménfalva sprechen für gute Leistungen im Kindergarten

 
Die Kinder warten auf Johannes und seinen Sohn Paul, die im Juni in Rumänien sein werden, um mit ihm Football spielen zu können. Sie freuen sich riesig darauf!
 

Ich möchte mich mit einem großen Dankeschön an Familie MIERSCH und das Team R.I.G e.V. aus Bautzen bedanken, dass sie mein Praktikum in Rumänien ermöglicht bzw. unterstützt haben.

Richard Zikeli

Panschwitz- Kukau, 28.03.2013



[1] So heißt von RIG-Bautzen gesponsorte Bildung- und Begegnungshaus in Keresztúr, in Rumänien.

[2] Name wurde geändert. Er ist 17 Jahre alt und lebt in Kersztúr bei dem Kinderschutzbund.

 

[3] Ist ein ungarisch sprachige Stadt, ca. 25 Km von Keresztúr entfernt.

[4] Hausleiterin bei Familienhaus in Rugonfalva.

[5] Zitat von László Sebestyén. Ja, eine rumänische Fachfirma kümmert sich bereits darum.



Rumänien-Reisebericht 17.-22. Mai 2012 von Johannes Leonhardt

 

Ankunft am 17.05.2012 nachmittags in Tirgu Mures am Transsilvania Airport. Es erwarten mich Bodo Joco, der örtliche Leiter des Kinderschutzes in Cristuru Secuiesc und Sebestyen Laszlo unser Geschäftsführer vom rumänischen Partnerverein Haz a holnapert. Im Kofferraum liegen 2 neue Rasenmäher, die man gerade bei der Metro für die Familienhäuser gekauft hat.

Laszlo hatte zuvor mit dem plastischen Chirurgen im Krankenhaus in Tirgu Mures gesprochen, der vor 2 Jahren seinen Daumen nach einem Unfall mit der Kreissäge operiert hatte und es kam zu einem spontanen Treffen in einem Restaurant. Er erzählte über sein Tätigkeitsfeld und wir konnten einige Überschneidungen mit meinem Fachgebiet (Kinderchirurgie) feststellen. Er schlug dann vor, gleich mal ins Krankenhaus zu fahren, um den Leiter der Kinderchirurgie kennen zu lernen. Er nahm mich in seinem Auto mit. Im Krankenhaus Zustände wie früher altes Gebäude, baufällig und dunkel.

Die Kinderstation wirkte mit bunten Bildern positiver. Der Leiter der Kinderchirurgie, ein netter dynamischer junger Kollege, war sehr freundlich und offen. Wir haben über typische Krankheitsbilder gesprochen und ich konnte erkennen, dass dort auch große Operationen erfolgreich durchgeführt werden. Der Kollege bildet sich regelmäßig im Ausland fort, so ist bald in den USA und er hat bereits eine Kooperation mit der Schweiz begonnen (fachlicher Austausch). Über E-mail wollen wir in Kontakt bleiben, jederzeit könnte ich dort im OP mithelfen. Der Operationssaal wurde mir dann auch gleich gezeigt ohne Umziehen nur Überschuhe waren nötig.

Abends waren wir zusammen mit Joco und seiner Frau Tünde und seinem Sohn Atilla im Restaurant essen, Joco hat uns eingeladen. Es war sehr nett, wir haben von alten Zeiten gesprochen und wenig über die Arbeit.

Am Freitagvormittag hatten wir dann ein offizielles Treffen bei Joco im Büro. Einige Fakten: Bodo Joco ist für die 54 Kinder unserer 5 Familien-Häuser und für die 68 Kinder und Jugendlichen der 10 Wohngruppen zuständig. Es erfolgt ein zentraler Einkauf und Ban Robert aus dem Familienhaus in Ujskeley ist Angestellter des Kinderschutzbundes und z.B. für die Verteilung der Waren zuständig. Früher gab es oft Differenzen zwischen der Realität in den Häusern und den Vorgaben aus der Ferne, das ist nun alles einfacher und besser geworden auch durch Robert. Die Pauschale für die Häuser aus Deutschland (150€) reiche aus, in den letzten Monaten konnte Laszlo sogar einiges ansparen.

Alle übrigen Einrichtungen (z.B. leitet der Mann von Frau Csifo ein Familienhaus in Rugonfalva, das von Norwegen bezahlt wurde) und auch das Behindertenheim in Keresztur werden vom Amt in der Bezirkshauptstadt betreut. Die Stimmung in allen 5 Häusern sei sehr gut, die Integration einiger neuer Kinder habe gut geklappt und auch die neuen Erzieher seien motiviert.

Es wurde mir wieder ganz deutlich, wie wichtig und nachhaltig unsere Arbeit in und um Keresztur ist. Das Familienhauskonzept geht wirklich voll auf und die Entwicklung der Kinder in unseren Häusern ist sicher besser als in den Wohngruppen. Viele der Hausabgänger leben ganz in der Nähe oder bleiben im Dorf (Csaba und Beata leben zusammen in einem Haus in Rugonfalva), die meisten haben Arbeit und darauf können wir alle stolz sein! Joco wusste sehr gut über die Situation in den Häusern Bescheid, jedes Kind muss von den 3 Mitarbeitern der Behörde alle 3 Monate besucht werden.

Familienhäuser

Besuch in Simenfalva: Molnar Anna und Domakos Ban sind die Familienhauseltern in unserem neuen Familienhaus. Beide haben erwachsene Kinder aus 1. Ehe. Vor wenigen Wochen ist Anna Oma geworden (Zwillinge), allerdings hat nur das Mädchen überlebt, der Junge wurde mehrfach operiert, eine Diagnose konnte ich nicht erfahren. Stolz wurden uns Fotos gezeigt. Das Haus macht einen sauberen und guten Eindruck. Ein Zimmer wird zurzeit noch als Lagerplatz für Kartons benutzt, die 6 Kinder schlafen in 3 Zimmern, ein Gästezimmer steht frei. Den Kindern macht das nichts aus. Das Verhältnis von den Kindern zu den neuen Eltern scheint wirklich gut zu sein. Laura ist sehr gut in der Schule und der Sonnenschein der Familie.

Wir haben zusammen gut gegessen (Anna ist gelernte Köchin!) und die Kinder haben sich über die Mitbringsel (Bücher, Bälle, Süßes) sehr gefreut. Wir haben im Garten Fußball gespielt, der Vater hat mit ganz ausführlich seine Pläne für die Scheune (Platz für Schweine und Kaninchen) erklärt. Eine kleine Räucherei hat er in Betrieb. Der Schuttberg hinter der Scheune soll mit Hilfe des Bürgermeisters entfernt werden. Die Feuerwehr aus Keresztur war gerade dabei, den Brunnen auszupumpen. Kostenlos, da Laszlo für die Feuerwehr immer mal wieder Übersetzungen macht. Ein Gemüsegarten wurde bereits angelegt. Als Wünsche wurden ein Benzin-Rasenschneider und eine große Kettensäge genannt, das Haus hat eine Holzheizung.

Danach sind wir nach Rugonfalva gefahren und haben eine Truppe von aufgeweckten Jungs getroffen, die mit einem alten Fussball spielten. Levente hat sich sehr gefreut, mich zu sehen. Ich bin Einrad gefahren (wurde sofort aufgepumpt), ich habe jongliert und es war wie damals. Wir sind dann mit Gisella zu ihrem Haus gefahren, haben dort ihren Mann Ferenc und einen ihrer Söhne kennen gelernt. Eine tolle Familie, die für unser Familienhaus genau richtig sind, die beiden eigene Söhne sind am Sonntag in das alte Haus eingezogen und wohnen nun auf dem Grundstück.

Etelka bisher 2. Erzieherin in Bögöz hat kurzerhand die Leitung übernommen, nachdem Judith und Istvan nach 13 sehr erfolgreichen Jahren das Familienhaus verlassen haben. Judith wird in einer Wohngruppe arbeiten. Etelkas Mann ist kein ausgebildeter Erzieher, er muss auch noch die Prüfung ablegen und ist dann vom Kinderschutz angestellt. Er hat einen Handwerksbetrieb in einem anderen Dorf, ca. 5 km von Bögöz entfernt. Ihn habe ich nicht kennen gelernt. Die Stimmung in Bögöz war gut, es wurde gerade im Garten gearbeitet. Die schulischen Leistungen der meisten Kinder seien in Ordnung. Sie zeigte mit Röntgenbilder von Florin, dem Sorgenkind der Familie. Er hatte sich bei einem Fahrradsturz das rechte Schlüsselbein gebrochen, es musste operiert werden, da es ein stark verschobener Bruch war. Einige Holzfenster sind marode und müssen gegen Kunststofffenster ausgetauscht werden. Zwei neue Heizkörper sind bereits gekauft und werden in Eigenregie in den Badezimmern eingebaut. Die Kinderzimmer sahen gut aus, viele bunte Bilder und Poster. Ein gebrauchter Computer soll besorgt werden, das Tor zum Garten muss erneuert werden. Mittelfristig sollte auch die Scheune so renoviert werden, dass dort Platz für die Saisonkleidung geschaffen wird.

Ujsekely: erst waren wir bei Familie Ban am nächsten Tag zum Essen bei Balints eingeladen. In beiden Häusern wurde ich sehr herzlich empfangen. Die Kinder sind sehr aufgeweckt und die älteren haben viele Fragen gestellt (Gesundheitssystem in Dt., meine Familie..). Ich bin beeindruckt, wie es den Eltern gelingt, aus ganz kleinen Kindern bis hin zu erwachsenen 20 jährigen, die teilweise nur am Wochenende da sind, eine richtige Familie zu bilden. Dies habe ich den Erziehern ganz offen mitgeteilt. Sie haben sich über das Lob gefreut. Im Großen und Ganzen sind alle zufrieden, der Garten sieht gut aus.

Treffen mit Alpar und Marta in Fiatfalva. Alpar geht es nicht gut. Er hat aber seine feine Art nicht verloren. Wir haben uns sehr lange unterhalten und dann zusammen gegessen. Sein ältester Sohn wird Pastor, evtl. später in Fiatfalva. Beide Söhne kamen später dazu und sind nette Jungs. Die Nachmittagsschule läuft gut, allerdings bleiben fast nur Mädchen dabei, die Jungs hören meist nach einem Jahr auf. Zwei Mädchen bekommen Mathe-Nachhilfe für die 8. Klasse von einem extra engagierten Lehrer. Marta ist sehr stolz auf die beiden. Ab September könnte eine 3 Gruppe beginnen, dies wurde bei Renovabis beantragt. Die Dorfbewohner stören sich zunehmend daran, dass die Nachmittagsschule im Gemeinderaum stattfindet. Evtl. wird es einen Umzug in die Schule geben.

Die Eindrücke dieser Fahrt waren sehr positiv. Unsere Spendengelder sind gut angelegt, die Kinder entwickeln sich gut und fühlen sich in den Familienhäusern wohl. Ich freue mich schon auf die Fahrt im nächsten Jahr – dann werde ich von meinem Sohn Paul begleitet!



„Happy End“ in Simenfalva/Rumänien nach eineinhalb Jahren.

Reisebericht von Günther Heinken im Herbst 2011

 

Endlich, endlich, endlich konnte das 5. Haus der Rumänien-Arbeitsgruppe-Hemmingen in Betrieb genommen werden.

Mit Geldern vieler Spenderinnen und Spender und namhaften Beträgen verschiedener Stiftungen sowie der Landeskirche Hannover im Umfang von insgesamt etwa 180.000 € baute die Hemminger Gruppe ein vor ca. 3 Jahren gekauftes Haus aufwendig für die Bedürfnisse von ca. 10 Waisenkindern und den im Haus wohnenden Familieneltern um. 1 ½ Jahre musste sich die Gruppe in Geduld üben, weil der rumänische Staat Auflagen der EU zur sparsamen Haushaltsführung so umsetzte, dass keine Erziehereltern eingestellt werden durften. Bereiche, die über keine Lobby verfügen, wie der soziale Bereich, litten und leiden darunter bis heute besonders. Durch ein geschicktes Modell konnte nach langem Ringen erreicht werden, dass nun doch zunächst 4 Waisenkinder mit einem Elternpaar in das neu gestaltete Haus einziehen konnten. Der Bürgermeister des Dorfes, der Vorsitzende des Bezirksrats, der Leiter des Kinderschutzamtes und der Europa-Abgeordnete des Bezirks, Sogor Csaba würdigten in festlichen Reden die Leistungen des Hemminger Vereins und gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass dieses neue Haus erfolgreich und möglichst bald mit voller Belegung arbeiten kann.

Vorstandsmitglied Dieter Rosenbusch war mit weiteren 4 Vereinsmitgliedern sowie Kirsten Koch als Vertreterin der Evers-Stiftung eigens zur Hauseröffnung angereist und bedankte sich im Namen der Kinder bei allen Beteiligten für die umfangreiche Hilfe, die Bau und Betrieb des Hauses ermöglichten. Er wünschte den neuen Eltern, Anna und Domakos alles Gute für die Zukunft und eine glückliche Hand bei den vielfältigen Erfordernissen des mit Sicherheit nicht immer leichten Alltags. Zum Schluss hielt Pastor Bartha Alpar von der befreundeten Kirchengemeinde in Fiatfalva eine kurze Andacht. Aus allen 4 bereits seit einigen Jahren äußerst erfolgreich arbeitenden Häusern waren die Hauseltern jeweils mit einer kleinen Abordnung von Kindern angereist, um ebenfalls Ihre Glückwünsche und das Angebot der Hilfestellung zu überbringen.

 

Mit Akkordeon und Geige sorgten zwei virtuose Musiker für eine gelöste Stimmung. Klassische Musik im Wechsel mit traditioneller Zigeunermusik umrahmte die Reden, verschiedene Volksweisen und schwungvolle Operettenmelodien wurden zum anschließenden Festmahl gespielt. Manchem Gast zuckte das Tanzbein und nach dem offiziellen Teil wagten sich dann die wichtigsten Personen dieses Tages, die Kinder, mit den dazugehörigen Erwachsenen auf die Tanzfläche. Hierbei wurden selbstverständlich alle Hemminger Gäste einbezogen. Mit dem Versprechen, sich bald wieder zu sehen und weiter an den gemeinsamen Zielen zu arbeiten, verabschiedeten sich die Gäste schließlich am späten Nachmittag.



Freundesbrief   2010

 

Liebe Mitglieder und Freunde!

 

Wir wünschen Ihnen allen ein frohes und gesundes neues Jahr und möchten Ihnen mit den folgenden Zeilen über unsere Projekte in Rumänien berichten.

 

Ende September 2010 sind drei Vereinsmitglieder nach Siebenbürgen gereist, um die Eltern und Kinder in den Familienhäuser zu treffen. Ein sehr wichtiger Punkt dieses Besuches war ein Gespräch mit dem Leiter des Kinderschutzamtes. Herr Bodo Joszef berichtete uns zunächst, wie außerordentlich schwierig die wirtschaftliche Lage in Rumänien ist. Die Regierung erfüllt die Auflagen des IWF. Es wurden daher sehr viele Angestellten des öffentlichen Dienstes entlassen und alle anderen mussten große Gehaltseinbußen hinnehmen, so auch unsere Erziehereltern.Das Durchschnittseinkommen beträgt in Rumänien ca. 300.-- €, die Preise sind aber, wie wir selber sahen, nicht niedriger als in Deutschland.        

 

Herr Bodo Joszef lobte die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen in unseren Familien ausdrücklich und er sagte, auch in seiner vorgesetzten Behörde würde das immer wieder gewürdigt. Er gab uns eine Liste mit allen Abgängern der letzten vier Jahre, die zeigt, dass alle Jugendlichen unserer Familien eine abgeschlossene Berufsausbildung geschafft haben. Einige haben die Hochschulreife oder sogar einen Hochschulabschluss erlangt. Die Erzieher, die in staatlichen Wohnungen in Sechs-Stundenschichten Kinder betreuen, sind sehr enttäuscht über die schlechtere Entwicklung dieser Kinder. Einige der ErzieherInnen würden liebend gern in unserem nun endlich fertig gestellten 5. Familienhaus arbeiten. Herr Bodo Josef würde sehr gern Erziehereltern einstellen, damit dort 10 weitere Kinder die Chance haben, sich in einer familienähnlichen Atmosphäre ähnlich gut zu entwickeln. Aber die Auflagen aus Bukarest lassen ihm keine Möglichkeiten. Seit 2 Jahren seien in Rumänien keine Erzieher eingestellt worden. Dieses Problem gäbe es an mehreren Orten in Rumänien und sei nun auch der Regierung bekannt. Es sollte in der nächsten Kabinettsitzung behandelt werden. Wie wir inzwischen erfuhren - mit negativem Ergebnis.

 

Den Schwerpunkt bildete auch dieses Jahr wieder der Kontakt mit den vier Familien. Wir erlebten das ganz normale Leben in diesen Familien. Vater Balint erzählte stolz, dass alle Kinder der Familie am Ende des Schuljahres zu der besseren Hälfte in den Klassen gehört hatten. Von Judit Tövissy erfuhren wir stolz, dass ihreKinder sogar zu den Schulbesten gehörten. Als wir bei Tövissys waren hatte morgens eine Feier in der Schule stattgefunden und drei Kinder hatten zu den Musikanten gehört. Sie spielten uns das Stück gern auf ihren Flöten vor – wir schmunzelten, denn es erklang Teil von ‚Freude schöner Götterfunken’. Zwei andere Kinder sangen ein fröhliches Lied für uns.

Familie Ban hatte gerade zwei kleine Kinder, zwei und fünf Jahre alt, neu aufgenommen. Das Kinderschutzamt hatte auf einen Notfall reagiert. Der kleine Junge ist im Vergleich zu dem leiblichen Sohn der Eltern retardiert, aber er hat gute Chancen sich jetzt gut zu entwickeln, wie die anderen Kinder in unseren Familien.

Genauso wichtig wie die erfreulichen schulischen Leistungen in allen vier Familien war es für uns, die gelöste Stimmung der Kinder und Jugendlichen zu erleben. Anlässlich unseres Besuches kamen mehrere Jugendliche nach Hause, die inzwischen ausgezogen sind – ein Zeichen der engen Bindung zwischen Eltern und Pflegekindern.

      

Auch Negatives gibt es zu berichten: Die Bürokratie wuchert in Rumänien. So dürfen unsere Erziehereltern die Lebensmittel nicht selber einkaufen, sondern müssen sie schriftlich bestellen und den Verbrauch dokumentieren. Die Familien erhalten monatlich nur eine kleine Summe, um Hygieneartikel, Kleidung und Geschirr einzukaufen. Da war die Freude über den Inhalt der vielen Pakete aus unserem Hilfs-Transport natürlich besonders groß. Es ist grotesk, dass

unsere Familien Gemüse abnehmen müssen, obwohl sie alle mit den Kindern und Jugendlichen erfolgreich in ihren Gärten und auf den Äckern arbeiten. Die Eltern würden viel lieber für das Geld Dinge für den Haushalt kaufen. Wir haben schon mehrere Male mit dem Kinderschutzamt über die arbeitsaufwendige Bürokratie gesprochen, aber die Behörde ist an die Auflagen aus Bukarest gebunden.

 

Die Nachmittagsschule in Fiatfalva, die vom Pastor und seiner Frau organisiert wird, läuft sehr gut. Die zurzeit 13 Kinder machen erkennbar gute Fortschritte. Ein Mathematiklehrer ist zu den bisherigen Lehrerinnen hinzugekommen. Die Ausgaben für das Schuljahr 2010/2011 können entsprechend dem Vorjahr mit 3.200.-- € veranschlagt werden.

 

Wir sind sehr froh, dass das 5. Haus nun endlich fertig ist. Wir bedanken uns sehr herzlich

bei der Schmitz-Hille-Stiftung, der IKEA-Stiftung , der Evg. Landeskirche von Hannover, Vestas Windenergie und bei den vielen treuen Vereinsmitgliedern und UnterstützerInnen, die trotz aller Rückschläge wie wir an die Fertigstellung geglaubt haben. Wir hoffen sehr, dass nun in 2011 endlich der Einzug realisiert werden kann.

 

Für uns bleibt auch in Zukunft noch vieles zu tun. Wie schon jetzt wollen wir Jugendlichen, die studieren, die Studiengebühren bezahlen. Wir unterstützen jede Familie monatlich mit 150,- €. Davon bezahlen die Eltern u.a. die teuren Schulbücher, die am Gymnasium benötigt werden, die Bus oder Benzinkosten, um das Gymnasium oder die Berufsschule im Winter zu erreichen. Bis jetzt hat das Posaunenwerk der evg. Landeskirche Hannover einen Musiklehrer bezahlt, der den Kindern Posaunenunterricht gibt und ein Orchester leitet. Ungefähr die Hälfte der Kinder und Jugendlichen nimmt diese Gelegenheit wahr und tritt gern in Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen auf. Das Posaunenwerk wird in Zukunft den Lehrer nicht mehr bezahlen können, wir möchten den Unterricht für unsere Kinder gern weiter finanzieren.

Auch kommt der VW Bus, der allen Familienhäusern zur Verfügung steht, in die Jahre und müsste bald durch ein neueres Fahrzeug ersetzt werden. Wir sammeln speziell für diesen Zweck in diesem Spenden.

 

Im vergangenen Jahr haben die beiden rumänischen Künstler Nicoleta Ion-Constantinescu und Alexandru-Dan Constantinescu zwei Konzerte zugunsten unserer Arbeit gegeben. Der Chor ConVoice aus Eldagsen trat unter der Leitung von Alexandru Constantinescu in der Nicolaikirche in Hannover-Bothfeld auf. Im Kulturzentrum bauhof in Hemmingen gaben die beiden Künstler einen Liederabend. Wir bedanken uns bei den Künstlern und haben uns sehr über 1000€ Spenden gefreut!

 

 

 

Herzlich Grüße vom Vorstand der RAGH